Identitätsorientierung

Das bedeutet, es geht um das eigene Selbst, um mein Ich, um mein Inneres. Darauf kann ich Einfluss nehmen, das kann ich lernen besser zu verstehen, zu stärken und zu entwickeln. Damit werde ich handlungsfähig und kann meine Gefühle, Lebensbedingungen und Beziehungen lebendiger, kraftvoller und liebevoller werden lassen.

Meine Identität beinhaltet alle meine Erfahrungen von Beginn an - wie diese mich prägen und beeinflussen und wie ich darauf reagiere und damit umgehe. (siehe dazu auch die Seite: Kindheit)

Unverarbeitete belastende Erfahrungen haben Auswirkungen auf mich. Häufig werden diese Erfahrungen gefühlsmäßig wiedererlebt, körperlich ausgedrückt, wiederholt, reinszeniert oder weitergegeben. Das bedeutet, dass  in bestimmten Situationen, Lebenslagen oder Beziehungen diese Erfahrungen mit den dazu gespeicherten Mustern aktiviert werden. Dann fühle, spüre, nehme wahr und handle ich nicht mehr aus meinen gesunden oder erwachsenen Anteilen, sondern aus den Anteilen, die ich damals (meist als Ungeborenes, Baby, Kleinkind oder Kind) gebildet, übernommen und gespeichert habe.

Aber diese Erfahrungen können auch im Nachhinein verarbeitet und integriert werden, sodass ich daran wachse und mehr und mehr zu meiner gesunden Identität finde. (siehe dazu auch die Seite: Trauma)

Beziehung

Beziehung ist ein sehr wesentlicher Teil, der mich als Mensch ausmacht. Ich entwickle, erfahre und spiegle mich als Kind in der Beziehung zu Mama und Papa. 

Leider können Beziehungserfahrungen, die ich als Kind (in meiner Kindheit) gemacht habe, so schmerzhaft, stressvoll oder destruktiv sein, dass es mir auch als Erwachsene/r nicht gelingt, eine glückliche Beziehung zu mir selbst und anderen Menschen zu erleben. Das kann dazu führen, dass ich mich in nahen Beziehungen nicht sicher oder wohl fühle, mich nicht entspannen kann, und auch das Gefühle habe, ich bin nicht ich selbst und ich kann/darf nicht für mich selbst eintreten. Auch die Beziehung zu sich selbst ist dann meist mit Schmerz, Stress oder destruktiven Mustern behaftet. Dabei ist eine gute Beziehung zu sich selbst so wesentlich für ein gutes Leben und entspannte Beziehungen zu anderen Menschen.

Da sich in der Tiefe jeder Mensch nach guten Beziehungen sehnt, kann das zu inneren Konflikten führen. Z.B. ein Anteil in mir möchte Beziehung, ein anderer nicht.

Ein sicherer wertfreier Raum in einer therapeutischen Beziehung kann helfen, wieder mehr Vertrauen und Wohlgefühl in Beziehungen zu bekommen, und natürlich auch eine bessere Beziehung mit sich selbst zu spüren. 

Außerdem gelingt es meiner Erfahrung nach ohne den sicheren und wertfreien Raum in einer therapeutischen Beziehung kaum, an verdrängte Themen, schmerzhafte Erfahrungen und abgespaltene Anteile heranzukommen, diese aufzudecken und zu verarbeiten.