Identitätsorientierung

Das bedeutet, es geht um das eigene Selbst, um mein Ich, um mein Inneres. Darauf kann ich Einfluss nehmen, das kann ich lernen besser zu verstehen, zu stärken und zu entwickeln. Damit werde ich handlungsfähig und kann meine Gefühle, Lebensbedingungen und Beziehungen lebendiger, kraftvoller und liebevoller werden lassen.

Meine Identität beinhaltet alle meine Erfahrungen von Beginn an - wie diese mich prägen und beeinflussen und wie ich darauf reagiere und damit umgehe. (siehe dazu auch die Seite: Kindheit)

Unverarbeitete belastende Erfahrungen haben Auswirkungen auf mich. Häufig werden diese Erfahrungen gefühlsmäßig wiedererlebt, körperlich ausgedrückt, wiederholt, reinszeniert oder weitergegeben. Das bedeutet, dass  in bestimmten Situationen, Lebenslagen oder Beziehungen diese Erfahrungen mit den dazu gespeicherten Mustern aktiviert werden. Dann fühle, spüre, nehme wahr und handle ich nicht mehr aus meinen gesunden oder erwachsenen Anteilen, sondern aus den Anteilen, die ich damals (meist als Ungeborenes, Baby, Kleinkind oder Kind) gebildet, übernommen und gespeichert habe.

Aber diese Erfahrungen können auch im Nachhinein verarbeitet und integriert werden, sodass ich daran wachse und mehr und mehr zu meiner gesunden Identität finde. (siehe dazu auch die Seite: Trauma)

Begegnung mit meinen inneren Anteilen

Jeder Mensch hat verschiedene innere Anteile, die sich aufgrund von seinen Erfahrungen entwickelt haben.

Unter inneren Anteilen versteht man in der Psychotherapie:

  • Innere Zustände (Schmerz, Angst, Wut, Hilflosigkeit, Erstarrung, Freude, Zuversicht …)
  • Persönlichkeitsanteile, die verschiedene Erfahrungen gespeichert haben und verschiedene Perspektiven wahrnehmen (mutig, ängstlich, selbstsicher, unsicher …)
  • Ich – Anteile: in manchen Situationen werden z.B. frühere (jüngere) Ichs aktiv und übernehmen die Steuerung.

Die Begegnung mit inneren Anteilen ist ein Teil der Aufarbeitung und Klärung von belastenden Zuständen und früheren nicht bewältigten Erfahrungen.